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THEMA: Ein Friedhof für Zwei

Ein Friedhof für Zwei 10 Jahre 8 Monate her #1

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Samstag sollte es soweit sein. Ich wollte Myth einigen Leuten aus unserer Spielrunde vorstellen.
Letztlich wurde es ein zwei Personen-Spiel, so geht’s es manchmal.
Mein Kumpel, der selbst Descent 2 hat und die leidige Aufgabe den Overlord zu spielen, fordert meist, wenn wir bei mir zu Hause sind Gears of War. Wenn ich dann abwinke und sage „Oh, Mann, nicht schon wieder!“ sagt er meist sehr lakonisch, „OK, dann eben Zombicide“. Beide Spiele haben wir mehr als einmal bis in die frühen Morgenstunden gezockt. Quasi bis zum Erbrechen.
Diesmal war er vorgewarnt und wußte es gibt Myth daher meinte er nur: „Na gut, dann laß mal sehen“.
Wir sind kurz durch die Regeln gegangen und da ich vorausgeschickt habe, es wäre so ein bißchen wie Pathfinder AKS gepaart mit Gears of War hat er das Konzept recht schnell verstanden.
Also los gings mit dem Demo-Spiel.

Krieger und Acolyte machen sich auf den Weg zum Friedhof...

Der erste Spielabschnitt stellte kein Problem dar. Einmal rumgelungert, keine passende Karten für einen massiven Kill der Krabbler, also kein Treasure-Pop, aber das Konzept der Fallen war verstanden, die Funktion der Karten einem ersten Test unterworfen. Falle entschärft, Krabbler erledigt und das ganze ein wenig mit Rollenspielelementen aufgepeppt.
Erster Eindruck nach etwa 30 Minuten Spiel - „hmmm, es ja schon ein bißchen wie Diabolo, oder ?“
Weiter zum Friedhof. Erklären des Quest-Konzepts auf den Kartenabschnitten (irgendwie feuert der Begriff Realm-Tiles mehr die Vorstellungskraft an, vielleicht Gebiets- oder Gefilde-Karte ?)
das Platzieren des Schlupfwinkels und der Jagd-Gruppen (Meute, Rudel).
Hier hatte ich das erste mal das Gefühl, das mein Kumpel das Myth-Sandkasten-Konzept zu mögen begann. Hier wollte er auch dann direkt in die vollen. „Können wir auch 2 Rudel nehmen?“ - „Na klar, warum nicht“ Also ein Schlupfwinkel und 2 Jagdgruppen, nur Wühler – da sah man schon das es mit den Minis eng wird (gut dass ich noch einen Captain ergattert habe.)
Ohne den Acolyten und eine paar glückliche Kartenhände hätten wir wahrscheinlich den Friedhof nicht überlebt, aber dank Heilung wirkte es doch fast wie ein Spaziergang.
Mit Last Rite und Harvest of Bones bekam man auch einen netten Einblick welchen Bumms die Charaktere auch haben können.
Der verlorene Schatz wurde gesichert und dank der gesammelten „Gunst des Schicksal“ aus der Fallenentschärfung des ersten Gefilde-Abschnitts wurde flux noch der Händler gerufen.

Ab ging's zur Krypta wo die Wühler schon zahlreich auf uns warteten. Auch hier hatten wir Glück. Mit Riding the Edge und Last Rite war der Weg zur Falle schnell bereitet und das Ding entschärft.
Das erledigen der Wühler war dann nur noch Formsache.
Bis dahin hatten wir 4 Stunden gespielt und eigentlich war es Zeit den Abend Ausklingen zu lassen.
Bei einer Tasse Kaffee wollte ich dann doch wissen wie es meinem Kumpel gefallen hat.
Wir haben ein bißchen über den übernommen Pledge geplauscht, was da noch alles kommt um das Spiel ein wenig runder und variantenreicher zu machen, wie es mit der Unterstützung zusätzlicher Inhalte vom Verlag ausschaut und so.
Als ich dann auf ein Fazit drängte und wissen wollte wie ihm Myth denn nun gefällt, griff er in die Box und legte ein 4x6 Gefilde-Abschnitt auf den Tisch und sagte:
„Unter dem Sarkophag ist ein unterirdischer Gang...laß uns mal sehen wo der hinführt...“

Wir haben dann noch 2 4x6 Abschnitte mit dem Avatar des Winters und Krabblern, zerquetschenden Mauern und Krabblern und dem 6x6 Lagerfeuer mit der Kriegstrommel Quest und zwei Jagd-Gruppen aus Wühlern gezockt. Um 4.30 Uhr hab ich meinem Kumpel dann ein Taxi gerufen.

Es sieht mal ganz so aus, dass ich jetzt bei kommenden Spielabenden die Wahl zwischen Zombicide, Gears of War und Myth haben werde. Das ist gut....
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Ein Friedhof für Zwei 10 Jahre 8 Monate her #2

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Hehe, hört sich gut an ;-). Wie würdest Du die Spieldauer bewerten? Ihr habt ja ziemlich lange gespielt, ist das Spiel trotzdem kurzweilig oder zieht es sich in die Länge?
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Ein Friedhof für Zwei 10 Jahre 8 Monate her #3

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Wir haben glaube ich gegen 20.30 mit dem Spiel angefangen - mit der Regelerklärung (ca 30 Min.) eher gegen 21 Uhr.
Erst mal im Spiel, lief alles eigentlich recht flüssig. Auf die Uhr geschaut hat keiner. Es war trotz des ein oder anderen Holperers bei den Regeln sehr kurzweilig.
Wenn ich da an unsere Gears of War Abende denke, oder aber an Zombicide gab es bei Myth kaum Leerlauf, da ein Gefilde-Abschnitt auch sehr schnell aufgebaut ist - das dauert bei den v.g. eine gefühlte Ewigkeit. Da ist die Versuchung "Och komm, wir machen noch ein Teil" fiel größer.
Das freie Spiel bei Myth ist einer der wirklichen Vorzüge des Spiels, wie ich gestern feststellen konnte. Da wir alte RSP-Karnickel sind, kann ich mir gut vorstellen, daß wir im Spiel quasi eine Storyquest entwickeln. Das finde ich super spannend und erinnert mich an unsere alten D&D Tage (Festung im Grenzland, Palast der Silberprinzessin, Burg Bernstein und wie sie alle hießen.) Das einzige was mir jetzt noch fehlt ist eine größere Varianz bei den Realm-Tiles und ich harre de Dinge die da kommen. Ich bin mir sicher, daß es bei BGG schnell versierte Photoshop-Benutzer geben wird, die das ein oder andere aus dem Hut zaubern.
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Ein Friedhof für Zwei 10 Jahre 8 Monate her #4

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Da hast Du Dir schon einen Rollenspieler gegriffen, oder? Für die ist das mit dem "Sachen erfinden" nämlich doch einiges einfacher. Der "normale" Brettspieler möchte zu mindest eine Würfeltabelle, die für ihn entscheidet... die Story selber vorantreiben... NIEMALS, das wäre ja cheaten... :P
Allerdings hab ich ganz gute Erfahrungen damit gemacht, wenn ich dann solchen Leuten erkläre, daß es nicht nur weniger Spaß bringt, ein Tile zu leicht zu machen, sondern auch zu wenig Equip, das wir dann aber spätestens beim Mini-Boss dringend brauchen werden...

Wir haben am Samstag von 16:00 bis 02:00 gespielt (Archer, Brigand, Apprentice) mit 1,5 Stunden Essengeh-Pause und 1,5 Akte geschafft. Für die anderen zwei war es jeweils ihre 2te Partie. Der Archer wollte gar nicht mehr aufhören, nachdem er den grünen Bogen mit dem "+1 Handsize" Fate-recipie bekommen hat... Ich hab diesmal auch ein paar Variationen der Standard-Monster eingebaut (die Terror-Crawler) und es ist echt verblüffend, wie viel das ausmacht. Plötzlich ist es nicht einfach das nächste Feld mit Crawlern sondern etwas Besonderes... ist auch ideal, um kleine Spannungspunkte während eines Akts zu setzen.
Wirklich toll ist auch die Fallenübersicht, die es auf BGG gibt. Ich hab mir aus dem PDF alle Fallen als PNGs rauskopiert und zusammen mit allem restlichen Material in meine Google-Foto-Alben hochgeladen. Das ist während einer Session echt perfekt. Egal, ob man eine Heldenkarte nachschauen will (meine Druckbestellung ist ja immer noch nicht da) oder eine Monstervariation braucht, kurz Handy an und Info ist da... Als Bilder in einem Album ist das auch wesentlich zugänglicher als in den PDFs!
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Ein Friedhof für Zwei 10 Jahre 8 Monate her #5

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Keinen Rollenspieler zu greifen ist in unseren Spielrunden kaum zu realisieren. Bei uns haben alle einen Rollenspielhintergrund und das macht Myth für uns ideal, da wir alle aus ähnlichen Gründen keine Zeit für eine Rollenspielrunde haben. Myth kratzt dieses Jucken viel mehr als z.B. Descent, das wahrlich ein Brettspiel ist. Die Vorwürfe, die man u.a. Bei BGG erhebt sind letztlich der Frust der Spieler, die mit dem Konzept ein Problem haben. Für RSPler ist das kein Problem sondern eine Stärke. Natürlich hat das Spiel ein paar Macken im Regelteil, Ausslassungen z.B. die bei einem Brettspieler zur Ärger führen, was verständlich ist, bei uns jedoch sofort den Instinkt und Improvisationstalent ansprechen.
Die Idee mit den Bildern ist nicht schlecht. Ich nutze mein Tablet auch als Nachschlagewerk, aber sich durch die PDF s zu arbeiten ist mühselig - das geht mit einem Fotoalbum viel schneller - danke für den Tip.
Das ist so einfach, dass man selber hätte draufkommen sollen ;-)
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